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Wünschen Sie sich einen grünen Daumen?
Manchmal hat man das Gefühl, dass es Leute gibt, bei denen sogar
ein in die Erde gesteckter Besen „ausschlägt“. Und da fragt man
sich dann unwillkürlich, weshalb man es nicht einmal fertig kriegt,
die Primel auf der Fensterbank, den vom Schatz geschenkten Strauss
oder das kleine Balkonkistchen ordentlich blühen zu lassen.
Nun, man kann alles lernen. Und falls Sie also nicht zu jenen
gehören, denen es „Gott im Schlaf gibt“: Wir verhelfen Ihnen gerne
zu einem grünen Daumen. Klicken Sie einfach an:
| So halten Schnittblumen länger
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Schnittblumen sind schön. Denn sie holen wie kaum etwas anderes
die aktuelle Jahreszeit in die eigenen vier Wände. Schnittblumen
welken, sagen Sie? Natürlich, aber sie halten länger, wenn Sie
richtig gepflegt werden!
Grundsätzliches
Vorweggenommen sei, dass die Pflege der Schnittblumen nicht erst
mit dem Anschneiden anfängt. Deshalb entfernt man im Blumenfachgeschäft
alle Blätter, die beim Einstellen in die Vase ins Wasser reichen
würden, und prüft, ob überflüssige Seitentriebe, zu üppiges Laub,
Knospen, die nicht mehr zum Erblühen kommen, sowie beschädigte
Blätter und Blüten entfernt werden müssen.
Das Anschneiden
Erst dann schneidet man die Stiele an. Zum Anschneiden
verwendet man immer ein scharfes Messer (nie eine Schere!), mit
dem man alle Stiele einzeln schräg anschneidet.
Ausnahmen:
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Gehölze mit harten Stängeln verlangen eine Sonderbehandlung.
Hier legt man mit einem etwa 10 cm langen Schrägschnitt das
Mark frei oder spaltet die Stiele in gleicher Höhe.
-
Achtung: Mohnblumen und alle Euphorbienarten
vertragen das Anschneiden schlecht. Entweder schneidet man sie
deshalb nicht an, oder man taucht unmittelbar nach dem Anschneiden
das Stielende (ca. 10 cm) in heisses Wasser oder brennt das
Stielende mit einem Feuerzeug an. Da diese Blumen nämlich beim
Anschneiden einen klebrigen Milchsaft absondern, muss dafür
gesorgt werden, dass das Zellplasma gerinnt und die Leitstellen
frei bleiben. – Die gleiche Sonderbehandlung ist übrigens auch
für Sonnenblumen gut!
Schlaffe Blumen
Sind Schnittblumen schlaff oder lassen die Köpfe hängen,
kann man versuchen, die Wasseraufnahme zusätzlich zu mobilisieren.
Dazu stellt man die frisch angeschnittenen Blumen einige Minuten
(je nach Stengellänge 5-15 cm tief) in 50-60 Grad warmes und unmittelbar
danach in lauwarmes Wasser. Dieser Trick funktioniert auch bei
Blütenzweigen.
Ganz generell können Schnittblumen auch zu neuem Leben erweckt
werden, wenn man ihnen für drei bis vier Stunden eine straffe
Hülle aus Papier umlegt. Dabei ist allerdings darauf zu achten,
dass das Papier nicht ins Wasser reicht, da sonst an empfindlichen
Blättern und Blüten Flecken entstehen.
In Kombination wirken die obgenannten beiden Massnahmen besonders
gut.
Wichtig!
Nicht zuletzt sollte man sich folgende Regeln einprägen:
-
Wählen Sie eine genügend grosse Vase und füllen
Sie sie so, dass der Strauss bis zur Bindestelle im Wasser steht
(Rosen bis zur Hälfte des Stieles).
-
Der Zusatz von Frischhaltemittel hilft nicht
nur mit, das Blumenwasser geruchfrei zu halten. Es wirkt auch
der im Sommer vermehrten Bakterienbildung entgegen. – Wenn Sie
dem Vasenwasser allerdings Frischhaltemittel beigeben, muss
es nicht mehr gewechselt sondern nur noch nachgefüllt werden.
-
Schnittblumen sollten nicht an der prallen
Sonne (vor allem nicht hinter Fensterscheiben) aufgestellt werden.
Möglichst kühle Standorte sind zu bevorzugen.
-
Schnittblumen vertragen keinen Durchzug.
-
Stellen Sie Blumen nie in die Nähe von Obst.
Denn dessen Reifegas (Äthylen) bewirkt, dass Blumen rascher
welken.
-
Die Blumenvasen sollten immer sehr sauber gehalten
werden. Beim täglichen Wasserwechsel müssen auch die Stiele
unter dem laufenden Wasserhahnen gut abgespült werden. Dies
ist vor allem im Sommer sehr wichtig.
Abschliessend sei noch erwähnt, dass verwelkte Blüten und Blätter
täglich entfernt werden sollten. Denn nebst der Tatsache, dass
diese das Aussehen eines Strausses beeinträchtigen, bringen sie
auch die andern Knospen und Blumen schneller zum Verblühen.
Tipp: Kukident oder Correga Tabs eignen sich
wunderbar, um Vasen zu säubern (einfach über Nacht einweichen,
dann spülen). Zusätzlich lassen sich ziselierte Vasen so reinigen,
dass man wenig Sand und Wasser einfüllt und dann einfach schüttelt!
| Rund um die Zimmerpflanzenpflege |
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Topfpflanzen werden mit den Augen gekauft. Leider wird dabei
oft zu wenig bedacht, dass auch sie Lebewesen mit ganz unterschiedlichen
Bedürfnissen sind. Überlegen Sie deshalb vor dem Kauf, wie die
Lichtverhältnisse, die Sommer- und Wintertemperaturen sowie die
Luftfeuchtigkeit des künftigen Standortes sind und teilen Sie
das dem Floristen oder der Floristin mit. Die häufigsten Probleme
und Fragen seien allerdings schon hier beantwortet:
Licht
Der Lichthunger der Pflanzen kann gar nicht wichtig genug
genommen werden. Denn selbst die im Handel befindlichen Pflanzen
mit geringeren Lichtansprüchen kümmern häufig, weil ihr Lichtbedürfnis
unterschätzt wird. Steht eine Pflanze 2-3 m vom Fenster entfernt,
ist dort nur noch 10 Prozent der Freilandstrahlung vorhanden.
Hier helfen spezielle Pflanzenlampen. Die benötigten Luxwerte
(Lichtwerte) liegen je nach Pflanzenart bei 800 - 1000 Lux. An
trüben Tagen und im Winter sind 8-10 Stunden Zusatzbeleuchtung
erforderlich. Ohne genügend Licht können Pflanzen weder Wasser
noch Nährstoffe verarbeiten.
Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit
Sie spielen beim Pflanzenwachstum ebenfalls eine wichtige
Rolle. Viele Zimmerpflanzen stammen aus Gebieten, in denen die
Luftfeuchtigkeit bei 90 Prozent liegt. Im Wohnraum beträgt sie
- besonders im Winter - meist nur 40. Kommen Temperaturen von
20-25 Grad hinzu, muss die Luftfeuchtigkeit durch das Aufstellen
von Verdunstungsgefässen auf der Heizung und zwischen den Pflanzen
erhöht werden. Diese gleichmässige Verdunstung ist den Pflanzen
zuträglicher als das Übersprühen, durch das auch die Möbelstücke
leiden können. Zudem vertragen einige Pflanzen keine Feuchtigkeit
auf Blättern und Blüten.
Wasser
Wasser ist lebensnotwendig für alle Pflanzen. Es lassen
sich jedoch keine festen Giessregeln aufstellen. Grundsätzlich
gilt: Kakteen und Sukkulenten brauchen weniger Wasser. Pflanzen
mit grossen Blättern und vielen Blüten verdunsten viel und verlangen
entsprechend hohe Wassergaben. Pflanzen mit dickfleischigen Wurzeln
wie Asparagus, Clivien und Grünlilien können eine Durststrecke
besser verkraften als andere. Bei Pflanzen aus der Familie der
Ananasgewächse, die in der Mitte einen Blatttrichter haben (z.B.
Billbergien und Guzmanien) sollte ständig Wasser im Trichter stehen,
während der Topfballen nicht so feucht zu halten ist. Was das
Giessen anbelangt, vertragen es die meisten Pflanzen, wenn sie
von oben begossen werden. Mit Hilfe ihrer Saugwurzeln sind sie
jedoch auch in der Lage, Wasser aus dem Cachepot oder dem Untersetzer
aufzusaugen. Aber Achtung: Wasser, das aus diesen Behältnissen
in zwei Stunden nicht aufgesaugt ist, muss ausgeschüttet werden.
Bei stehender Nässe sterben die feinen Haarwurzeln nämlich ab
und die Pflanzen vertrocknen, obwohl sie im Wasser stehen.
Giessmenge und -häufigkeit hängen wesentlich von der Raumtemperatur
ab. Es gilt nach wie vor die alte Regel, mit dem Finger die Feuchtigkeit
des Topfballens zu prüfen, um festzustellen, ob Wasser gebraucht
wird oder nicht. Achtung: Pflanzen werden eher zu viel als zu
wenig gegossen. Warten Sie deshalb im Zweifelsfalle lieber noch
etwas zu.
Dünger
Natürlich benötigen Pflanzen in der Wachstumszeit, die
bei den meisten zwischen Frühjahr und Herbst liegt, regelmässige
Düngegaben. Die handelsüblichen Pflanzendünger haben sich bewährt.
Achtung: Keine trockenen Pflanzen düngen (Verbrennungsgefahr für
die Wurzeln!).
Töpfe
Schnellwüchsige Pflanzen beanspruchen jedes Jahr einen
grösseren Topf, andere sind alle zwei bis drei Jahre mit einem
grösseren zufrieden. Folgendes ist wichtig: Pflanzen umgekehrt
halten und den Topf auf eine Holzkante aufschlagen. So lässt sich
der Topf entfernen, ohne die Wurzeln wesentlich zu verletzen.
Der neue Topf sollte 2-3 Nummern grösser sein. Bei zu grossen
Töpfen können die Wurzeln die Erde nicht durchziehen, bevor sie
versauert. Nur saubere Töpfe verwenden. Zudem sollte das Abzugsloch
mit einer Tonscherbe oder einem flachen Stein bedeckt werden,
damit das überflüssige Giesswasser sich dort sammeln und abfliessen
kann. Tontöpfe vor Gebrauch unbedingt wässern, sie entziehen sonst
der Erde die Feuchtigkeit.
Substrat
Für Kakteen und Sukkulenten empfiehlt sich eine Mischung
von zwei Dritteln Erde und einem Drittel Sand; Orchideen lieben
das Beimischen von Moos und kleinen Holzstückchen; und Farne haben
einen fasrigen Boden gern, wofür Torf oder Lauberde aus dem Wald
beigemischt werden kann. Tipp: Am Besten kaufen Sie Spezialerden
aller Art im Fachhandel; denn dort sind Sie sicher, dass Sie die
richtige Mischung erhalten.
Übrigens: Pflanzen, die einen richtigen Standort haben und optimal
gepflegt werden, sind vor Schädlingsbefall sicher!
| Schöne Balkonkästen zu jeder Jahreszeit |
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Wenn es um die Bepflanzung eines Balkons geht, ist die Lage
das A und O für den Einkauf der Pflanzen. Denn wenn sich die Balkonkästchen
z.B. den ganzen Tag über an der prallen Sonne befinden, muss ganz
anders ausgewählt werden als für einen Balkon, der immer - oder
fast immer - im Schatten steht.
Der Blumenfachhandel weiss Bescheid über sonnige, halbschattige
und schattige Balkone, und eine kompetente Beratung sorgt dafür,
dass Sie ausschliesslich die für Ihren Balkon geeigneten Pflanzen
kaufen und nicht enttäuscht werden. Schwierig ist das nicht. Denn
das Sortiment wird von Jahr zu Jahr reicher; und es gibt mittlerweile
fast unzählige Sorten von Fuchsien, Geranien, Petunien, Begonien,
Ziertabak, Zwergdahlien, Mottenkönig, Ageratum, fleissige Lieschen,
Blaue Gänseblümchen, Vanillablumen und Eisenkraut. Diese können
in einer Sorte und einfarbig, schöner jedoch in bunter Mischung
gepflanzt werden.
Praktische Blumenzwiebeln
So mancher Balkon verwandelt sich im Sommer in ein duftendes
Blütenmeer, weil die Balkonkästen so herrlich bepflanzt sind.
Im Spätherbst verschwindet dann die Pracht, und bis zum nächsten
Mai bleibt es kahl auf dem Balkon. Das muss nicht sein. Denn wenn
die Kästen im Herbst mit Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und
Bellis bepflanzt werden, beginnt das Blühen bereits im März. Noch
früher entfalten sich Zwiebelblumen, die zwischen den vorgenannten
Frühjahrsblühern Platz haben und zusammen mit ihnen im Spätherbst
in die Balkonkästen kommen.
Tipp: Wenn Sie den zwar mit Erde (und Blumenzwiebeln)
gefüllten, aber sonst leeren Balkonkasten mit Koniferenzweigen,
Zapfen, Kugeln und Band dekorieren, haben Sie eine superschöne
Weihnachtsdekoration. Diese können Sie nach den Festtagen entfernen
… und dann blühen bereits die ersten Zwiebeln.
Farbtupfer für den Winter
Für eine typische Herbstbepflanzung eignen sich Chrysanthemen
und frostharte Erikaarten. Erfrieren die Chrysanthemen, lassen
sich die Lücken durch das Ausstecken mit immergrünen Zweigen schliessen.
Eine Dauerbepflanzung mit Zwergkoniferen und kleinwüchsigen Stauden
bietet sich an, um ganzjährig lebendes Grün und Farbtupfer auf
dem Balkon zu haben.
Der Kräutergarten
Der schnellste Weg zum Kräutergarten ist der zum Balkon. Mühelos
lässt sich in Balkonkästchen Schnittlauch, Petersilie, Basilikum,
Kerbel, Dill, Salbei, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Weinraute,
Pimpinelle und Estragon kultivieren. Rosmarin und Lavendel bereichern
die würzigen Düfte. Die genannten Würzkräuter lassen sich auch
mit Blütenpflanzen mischen. Tomaten in Balkonkästen halten lästige
Mücken fern, und Gurken klettern ebenso vergnügt an Rankgittern
hoch wie kleine Kürbissorten.
Kletterndes und Hängendes
Wer einen Sichtschutz zum Nachbarn hin oder nach unten
hängende Blütenkaskaden auf seinem Balkon haben möchte, kultiviert
oder kauft einjährige Kletterpflanzen. Zum Hochranken benötigt
man Bambusstäbchen, Klettergerüste aus Holzlatten, Draht- oder
Kunststoffgitter, die teils im Handel erhältlich sind, teils selbst
gemacht werden können. Hier eine kleine Pflanzenliste: Prunk-
und Sternwinde, Wicken, Kapuzinerkresse, Ballonwein, Glockenwinde,
Helmbohne und Schwarzäugige Susanne als einjährige Pflanzen; Clematis,
Zierreben und Geissblatt als mehrjährige.
Substrat, Düngung und Wassergaben
Natürlich benötigen Pflanzen, die in Blumenkästen gehalten
werden, eine besonders umsichtige Pflege. Sie beginnt mit der
richtigen Erdmischung, wobei man im Fachhandel buchstäblich für
alles die richtige Lösung bereit hält (z.B. für Garten, Rosen,
Kübelpflanzen, Teiche usw.). Eine gute Balkonpflanzenerde aus
dem Fachhandel ist meist mit Dünger angereichert. Ganz wichtig
ist es, die Abzugslöcher im Kastenboden mit einer Scherbe oder
einem flachen Stein abzudecken; denn nur dann kann sich dort überflüssiges
Giesswasser ansammeln und abfliessen. Nun folgt für eine gute
Drainage eine dünne Lage Lavakügelchen … und erst dann die Erde!
Nach ein bis zwei Monaten ist die Vorratsdüngung in der Erde aufgebraucht.
Danach erhalten die Balkonkästen wöchentlich eine Flüssigdüngergabe,
die ins Giesswasser kommt. Es ist zu bedenken, dass starker Regen
die Nährstoffe aus dem Boden schwemmt und nachzudüngen ist. Niemals
trockene Kästen mit der Düngelösung giessen, sie müssen feucht
sein, damit die Wurzeln nicht verbrennen. Bei heissem Sommerwetter
benötigen üppig wachsende Balkonpflanzen zweimal täglich Wasser.
Es gibt Balkonkästen mit einer elektrisch gesteuerten Giessvorrichtung
und solche mit Wasserspeicher und/oder Wasserstandsanzeigern,
die die Wasserversorgung erleichtern. Es ist ratsam, verblühte
Blüten abzuschneiden, damit sie keine Nährstoffe zur Samenbildung
verbrauchen.
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